Prozessbeschreibung

Wie Trockeneisstrahlen funktioniert

Trockeneisstrahlen ist im Wesentlichen mit Sandstrahlen vergleichbar. Das Strahlmittel sind jedoch Trockeneis-Pellets, die nach dem Auftreffen sofort in die Atmosphäre sublimieren. Die Pellets werden in einen Druckluftstrom eingespeist, auf über 150 m/s beschleunigt und über Strahlschlauch, Pistole und Düse auf das Objekt gestrahlt. Es bleiben keine Strahlmittelreste zurück – der Schmutz fällt zu Boden und wird weggefegt.

Funktionsablauf

Vier Komponenten

  1. 01

    Druckluftversorgung

  2. 02

    Trockeneisbehälter

  3. 03

    Strahlanlage

  4. 04

    Bediener & Düse

Wirkprinzip

Mini-Explosionen statt Schleifen

Statt hartem Strahlmittel wird weiches Trockeneis mit Überschallgeschwindigkeit beschleunigt. Auf der Oberfläche entstehen Mini-Explosionen, die die Verschmutzung vom Substrat abheben. Das Grundmaterial bleibt unbeschädigt, entsorgt wird nur der Schmutz.

Trockeneis-Pellets mit Kältenebel

Strahlmittel

Trockeneis & Herstellung

Trockeneis ist gefrorenes Kohlendioxid – ein normaler Bestandteil der Erdatmosphäre. Es entsteht aus flüssigem CO₂ durch schnelle Dekompression: Der −79 °C kalte CO₂-Schnee wird zu 3 mm großen Pellets verpresst. Trockeneis hat keinen flüssigen Aggregatzustand und ist in Industrieländern nahezu überall verfügbar.

−78,5 °C

Pellet-Temperatur

3 mm

Pellet-Durchmesser

100 %

Sublimation

Vergleich

Konventionelle Methoden und ihre Nachteile

  • Sandstrahlen – abrasiv, hoher Sekundärabfall
  • Lösemittel – Gesundheits- und Entsorgungsrisiken
  • Hochdruckwasser – Feuchtigkeit, Korrosion, Trocknungszeit
  • Manuelle Reinigung – langsam, Demontage nötig